Vom 70er-Jahre-Stil zum nachhaltigen Designhaus

In der Umgebung der niederländischen Stadt Weert finden sich zahlreiche Häuser aus den 70er-Jahren. Ein Haus fällt dabei aus dem Rahmen. Mit seinem modernen, strengen Design scheint das Haus aus einem anderen Wohngebiet zu stammen und nachträglich in den Prinsenhof verpflanzt worden zu sein. Aber das stimmt nicht. Der Architekt Geert-Jan Kwaspen erhielt den Auftrag, das 70er-Jahre-Wohnhaus in ein Designhaus zu transformieren, das den Nachhaltigkeitsanforderungen von 2020 entspricht. Für die Gebäudehülle nutzte er dabei die Fassadenplatten von Rockpanel.

Umbau oder Neubau?

Die glatte weiß verputzte Stirnseite und die modernen grauen Platten von Rockpanel verleihen dem Wohnhaus eine luxuriöse und moderne Ausstrahlung. Warum kein Neubau? Kwaspen erläutert: „Der Auftraggeber wollte unbedingt wissen, wie seine Umgebung aussehen würde, wo sich beispielsweise der Supermarkt und die Schule befinden. Bei einem Neubauprojekt ist dies schwieriger. Zudem wohnen die Bewohner jetzt in der Nähe des Zentrums.“

Vor der Sanierung

Nach der Sanierung

Verpacktes Haus

Das wichtigste Ziel des Umbaus? Es sollte mehr Platz für die Bewohner geschaffen und vor allem mehr Nachhaltigkeit erreicht werden. Das Haus wurde vorher nur mit Radiatoren beheizt. Außerdem war keine Dämmung vorhanden. Es musste daher viel passieren, damit das Haus den Nachhaltigkeitsanforderungen der Zukunft entsprechen konnte. Da das Interieur nur begrenzt angepasst werden musste, entschied Kwaspen sich dafür, das Haus mit einer zusätzlichen Schicht zu verpacken. „Wir haben ästhetische Aspekte mit Installationstechnik kombiniert. Die Leitungen und Kanäle befinden sich zwischen der Backsteinfassade und der neuen Fassade, denn dafür gab es im Innern des Hauses keinen Platz.“

Nachhaltige Lüftung

Auch bei der Lüftung wurde eine alternative Lösung gewählt, berichtet Architekt Kwaspen: „Wir haben Lüftungspilze im Garten platziert. Von dort aus wird die Lüftungszufuhr 25 m unter der Erde geführt. Die Luft wird so mit der Bodentemperatur vorgewärmt oder -gekühlt. Eine wirklich praktische Lösung.“

Linienspiel für einheitliches Erscheinungsbild

Die frühere überdachte Terrasse wurde in das Haus integriert, um Platz für eine große offene Küche zu schaffen. An der Rückseite des Hauses wurde eine neue Überdachung gebaut. Dabei entstand eine Linie, die vom Dach aus das gesamte Haus umschließt.

Die Stirnseite des Hauses wurde glatt verputzt, was ideal zum Erscheinungsbild des Hauses passt. Kwaspen wollte die strengen modernen Linien des Hauses gerne fortführen. Darum entschied er sich für die Bekleidung der anderen Fassade mit der Haustür für Rockpanel Platten. Er kannte die Produkte von Rockpanel und deren Möglichkeiten bereits. Kwaspen erläutert: „Der größte Vorteil ist die einfache Verarbeitung und die Tatsache, dass die Platten fast nahtlos auf der Unterkonstruktion verklebt werden können. Auf dem Dach liegen flache Keramikziegel, die farblich perfekt zu den Platten von Rockpanel passen. Es sieht wirklich so aus, als würde die Überdachung ganz in das Dach und die seitlichen Fassaden übergehen.“

Erfolgreiches Umbauprojekt

Obwohl die Umbauarbeiten umfangreich waren, denkt Kwaspen gerne daran zurück. Das Projekt wurde in einem Jahr – vom Antrag auf Baugenehmigung bis zur Übergabe – realisiert. Dies konnte u. a. dank der guten Zusammenarbeit aller Parteien gelingen. Der Makler war an der Planung beteiligt, und die Expertise des Installationsberaters wurde genutzt, damit das Wohnhaus den Anforderungen von 2020 entsprechen konnte. Nach Abschluss waren nicht nur der Auftraggeber und der Architekt äußerst zufrieden, sondern auch die Wohlstandskommission war wirklich begeistert. Kwaspen erläutert: „Mit all den Installationen ist das Haus ein echtes Nachhaltigkeitsprojekt geworden. Die Kommission ist bezüglich der Möglichkeiten, diese Art alte Häuser in jeder Hinsicht zu optimieren, sehr optimistisch. Dieses Wohnhaus beweist, dass sich wirklich etwas Schönes daraus machen lässt.“

 

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